HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN

Information über Leistenhoden, Hodenhochstand, Pendelhoden und Gleithoden Ausfürhliche Information finden Sie unter Krankheitsbilder und wissenschaft /Studien.

Wissenswertes über vorzeitigen Samenerguss (Ejakulatio praecox) Lesen Sie hierzu bitte einem im Deutschen Ärzteblatt erschienenen Artikel von uns unter Wissenschaft/Studien. Weitere Information finden Sie im Downloadbereich.

Womit beschäftigt sich die Urologie? Mit der Urologie verbinden viele die Vorstellung von "Männermedizin". Doch versteht man unter urologischen Erkrankungen weit mehr als "nur" die Probleme der Prostata und männlichen Geschlechtsorganen. Wer vom Urogenitaltrakt spricht - und das tun Urologen -, der schließt die Harnwege mit den Nieren und Nebennieren mit ein. Nierensteine, Nebennierentumoren, eine Harninkontinenz oder Harnweginfektionen sind an sich geschlechtsneutrale Erkrankungen, auch wenn sie mal Männer, mal Frauen häufiger betreffen.

Was ist Männerheilkunde? Die Männerheilkunde heißt wissenschaftlich Andrologie (von andros- Mann und logos- die Lehre). "Andrologie umfaßt alle Bereiche der Medizin und der Naturwissenschaften, die sich mit den Fortpflanzungsfunktionen des Mannes unter physiologischen (normalen) und pathologischen (krankhaften) Bedingungen auseinandersetzen". (Statuten der Europäischen Akademie für Andrologie, 1992)

Was ist Sexualmedizin? Die Sexualmedizin beschäftigt sich mit der Sexualität des Menschen, ihren Störungen und deren Behandlung. Dabei berücksichtigt sie sowohl körperliche als auch seelische Ursachen bei der Krankheitsentstehung und bezieht bei Diagnostik und Therapie die Paardimension mit ein.

Mit welchen Themen beschäftigt sich die Andrologie? Unfruchtbarkeit (Infertilität)
Unterentwicklung der männlichen Geschlechtsorganen (Hypogonadismus)
Verhütung durch den Mann (Kontrazeption)
Erektionsstörungen (erektile Dysfunktion)
Alterung des Mannes (Seneszenz)

Das Kondom-Wörterbuch Ägypten: kabbud
Argentinien: preservativo, condón forro
Australien : condom life saver
Belgien: préservatif, condoom capote
Brasilien: preservativo camisinha, camisa de vénus
Chile: preservativo, condón goma
Dänemark: kondom gummi
Estland: Kondoom, preservatiiv presku, kantoss, kumm, korts
Finnland: kondomi kumi, kortsu, skordari
Frankreich: préservatif, condome capote anglais, peau divine, gant de dames, calotte dássurance
Griechenland: profylaktico kapota
Großbritannien: condom rubber, french letter, raincoat, Johnny
Irland: condom rubber
Italien: profilattico, preservativo gomma, palloncino, sette bello
Japan: kondómu
Kolumbien: preservativo, condón
Kroatien/ Serbien/ Mazedonien: kondom, prezervativ
Luxemburg: praeservativ gummi
Marokko: kabbud
Niederlande: condoom Kapotje, feestneus (Pappnase)
Norwegen: kondom gummi
Österreich: Kondom Gummi, Ola
Peru: preservativo, condón poncho, casco, guante
Polen: prezerwatywa gumka, eros, komdom, czepek
Portugal: preservativo camisa de vénus
Rußland: preser galosche
Schweiz: préservatif, profilattico, Kondom capote, preservativo, Gummi
Slowenien: kondom olagumi, gumi
Spanien: preservativo, condón gomma
Südafrika: condom
Tansania: condom, mpira (yababa)
Thailand: Thung Anamei (Gesundheitstüte), Sya Fon (Regenmantel)
Tschechische Republik: Kondom, prezervativ prcguma oder prcka
Türkei: prezervatif lastik, sapka, torba, kaput
USA: condom prophylactic, contraceptive, rubber, balloon, Jimmy-hat, glove, sheaths, rubbers


Vom Hoden in die Harnröhre: Der Samenerguss In den Hoden wird der männliche Samen gebildet und von dort in die beiden Nebenhoden transportiert. Ein Hoden hat ungefähr die Größe einer Pflaume und wird zum Schutz von einer derben, undehnbaren Hülle umgeben. Der linke Hoden ist meist etwas größer als der rechte. An jeden Hoden schmiegt sich hinten oben ein zierlicher Nebenhoden. In ihm befinden sich geknäuelte "Samenkanälchen", welche den Samen vom Hoden erst einmal in einer Art Speicher, dem Nebenhodengang, lagern.

Dieser geht in den Samenleiter über, der sich zum Blasengrund zieht und dann in die Harnröhre mündet. Auf dem Weg dorthin bekommt er Sekret sowohl von den Samenbläschen als auch von der Prostata ab. Die Samenbläschen produzieren eine alkalische Flüssigkeit, die mit Fruktose angereichert ist. Die Fruktose gibt den reifen Spermien Energie. Das Sekret der walnussgroßen Prostata ist dagegen leicht säuerlich und reich an Enzymen. Es beeinflusst die Bewegungsfähigkeit der Spermien und gibt dem Sperma den typischen Geruch.

In der Prostata vereinigen sich Harnröhre (Urethra) und Samenleiter und führen über den Penis ins Körperäußere. Der Ausstoß des Samens geschieht in der Regel als Folge sexueller Erregung beim Orgasmus und selten unwillkürlich nachts im Schlaf. Bei einem Samenerguss werden ca. 2-6 Milliliter Flüssigkeit ausgeschieden. Pro Milliliter Sperma befinden sich darin etwa 20-80 Millionen Spermien. Es ist im Übrigen normal, dass darunter bis zu max. 20 Prozent fehlgebildete oder tote Spermien sind.


Interessantes über Urin *Farbe*: Klar, durchsichtig, bernsteinfarbend (unter anderem abhängig von der Flüssigkeitszufuhr).

Geruch: Frisch gelassener Urin richt unauffällig (bei längerem stehen nach Ammoniak).

Menge: Erwachsene zwischen 1000 und 2000 ml / 24 Std.

Ist abhängig von: Menge der aufgenommenen Flüssigkeit

Flüssigkeitsabgabe über Darm, Lunge, Haut
Blutdruck (bei stark erniedrigten Blutdruck ist die Nierenfunktion eingeschränkt, z. B. Schock)

Häufigkeit und Zeitpunkt der Miktion:
Erwachsene 4–6 Miktionen/24 Std. je 300–400 ml

Physiologische Reaktion und spezifisches Gewicht (Konzentration)

pH–Wert : 5–6 beeinflusst von der Nahrungsaufnahme rein pflanzliche Ernährung

pH–Wert bis 7,2 eiweißreiche Ernährung

spezifisches Gewicht:
Die relative Dichte sagt aus, um wie viel schwerer oder leichter ein Stoff ist als das gleiche Volumen Wasser (= spezifisches Gewicht). Sie ist ein Maß für die Menge der gelösten Stoffe, gibt also Auskunft über die Konzentration des Harns bzw. Konzentrationsfähigkeit der Nieren.

physiologischer Normalwert : 1015 – 1025

Das Eigengewicht von Wasser beträgt 1000,
das heißt 1 ml Wasser = 1 g = 1000 mg

Hyposthenurie: verminderte Harnkonzentration < 1010
Hyperthenurie: hohe Harnkonzentration > 1030
Isosthenurie: Harnstarre (1010–1012) gleich bleibende Harnkonzentration trotz unterschiedlicher Wasserangebote. Farbe: rötlich bis fleischfarben, trüb

Makrohämaturie (Blut im Urin):
z. B. durch Nierensteine, Tumore im Urogenitalsystem wie Harnblasenkarzinom oder Nierentumor Mikroglobinurie: Blutbeimengung kann nur im Labor ermittelt werden, rötlich bis schwärzlich, ohne Trübung.

Hämoglobinurie:
Roter Blutfarbstoff wird bei Transfusionszwischenfällen oder Hämolyse über den Urin ausgeschieden Bierbraun bis grünlich schwarz mit gelben Schüttelschaum.

Billirubinurie:
Durch Beimengung von Billirubin, z. B. bei Hepatitis und Leberzirrhose
Schlierig, flockige Trübung.

Pyurie (Eiterharn):
Beimengung von Granulozyten bei eitrigen – entzündlichen Erkrankungen des Urogenitalsystems, z. B. Pyelonephritis.

Trübung mögliche Ursachen :
Rote und weiße Blutzellen, Bakterien, Salze, emulgierte Fette. Bei eiweißhaltigem Urin spricht man von Proteinurie; diese kann physiologisch bedingt sein (Fieber, körperliche Anstrengung, Orthosthose).

dunkelrot bis schwarz: bei Tumorerkrankungen
dunkelgelb bis braun: Flüssigkeitsverweigerung
grün bis blau: durch Medikamente
z.B.: gold–gelb/rötlich–orange: bei Vitaminpräparaten, besonders Vitamin B
blau: Antidepressivum

Geruch :
erdig–leberartig: Lebererkrankungen
Ammoniak Azeton/obstartig: Diabetes mellitus, langer Nahrungskarenz

Menge:
Oligurie: < 500 ml Nierenerkrankung, Fieber, Herzinsuffizienz, Harnabfließbehinderung, Diarrhoe

Anurie: < 100 ml Fehlender Harn &#8594; Notfallsituation !
Nierenerkrankung, Nierenversagen im Schock, Herzinsuffizienz, urämisches Koma, Verlegung der Harnröhre z. B. Steine, Tumor, …
Polyurie : >2000 ml (bis zu 10–20 L/ 24 Std.)
Diuretika, Diabetes mellitus, Diabetes inspidus

Häufigkeit und Zeitpunkt :
Pollakisurie: Häufiges Wasserlassen in kleinen Mengen. In 24 Std. wird aber die normale Urinmenge ausgeschieden. Aufregung, Nervosität, Blasenentzündung, Prostatavergrößerung, erste Monate der Schwangerschaft, Verlegung der Harnleiter z. B. Steine, Tumor.

Nykturie: Häufiges nächtliches Wasserlassen

Harnretention: Harnverhalten trotz voller Blase OP´s, Neurologische Störungen, psychische Störungen, Verlegung der Harnleiter z.B. Steine, Tumor, Prostatavergrößerung

Strangurie: Schmerzhafter Harndrang
Neurologische Störungen die zur Verspannung führen, muskuläre Störungen, Blasenentzündung

Dysurie : Alle Störungen die die Miktion erschweren Vermehrtes Wasserlassen, Schmerzen Infekte, Entfernung des Blasenkatheters, Tumor in der Blase oder Harnröhre.


Was sollte man über eine Blasenentzündung wissen? Die Entzündung der Harnblase (=Zystitis) wird meist durch eine Infektion mit Bakterien, insbesondere dem Erreger Escherichia coli hervorgerufen. Vor allem Frauen sind von der bakteriellen Zystitis betroffen, da deren kurze Harnröhre das Aufsteigen von Keimen begünstigt. Darüber hinaus spielen für das Entstehen einer bakteriellen Zystitis vor allem auch Harnabflussbehinderungen, z.B. durch Tumoren oder Blasensteine eine große Rolle. Wesentlich seltener tritt die Zystitis als Folge einer Bestrahlung von Tumoren im Unterbauchbereich oder einer Chemotherapie bei der Behandlung von Blasentumoren auf.
Die bakterielle Zystitis wird in der Regel mit Antibiotika behandelt. Bestehende Harnabflussstörungen sollten beseitigt werden. Die Anwendung von Wärmflaschen und eine ausreichende Trinkmenge wirken für die Betroffenen häufig symptomlindernd. Bei einer durch Chemotherapeutika ausgelösten Zystitis wird den Patienten empfohlen, besonders viel zu trinken, da durch die Verdünnung des Harns die Konzentration der entzündungsverursachenden Medikamente herabgesetzt wird.
Eine schwerwiegende Folge der chronischen Blasenentzündung ist die Ausbildung einer Schrumpfblase. Bei einer Ausbreitung von entzündungsverursachenden Bakterien in die Nieren kann es zu einer schweren Nierenentzündung kommen.
Um der Entstehung einer Blasenentzündung vorzubeugen, sind ausreichendes Trinken und eine gute Körperhygiene von großer Bedeutung.

Siehe auch unter *Krankheitsbilder* und *Downloads*

Was sollte man über eine Nierenbeckenentzündung wissen? Eine Nierenbeckenentzündung kann akut, zumeist bakteriell verursacht, oder chronisch auftreten. Die chronische Form entsteht sehr oft aus einer Harnabflussstörung, die durch einen Harnstein entsteht. Die Beschwerden lassen sich mit den folgenden drei Symptomen zusammenfassen:
Probleme beim Wasserlassen
trüber/rötlicher Urin
hohes Fieber
Klopfschmerzen in der Nierengegend. Daneben können Magen-Darm-Beschwerden und Kopfschmerzen auftreten.
Rückenschmerzen sind möglich
Zur Diagnose zieht man Blut- und Harnuntersuchungen heran, aber auch bildgebende Verfahren wie Ultraschall und Röntgen. Hauptbehandlungsziel ist die Beseitigung der Abflussstörung.
Infektionsbedingte Entzündungen werden mit Hilfe von Antibiotika behandelt.
Komplizierend können ein Nierenabszess und Nierenversagen dazukommen. Lebensbedrohend für Mutter und Kind ist das Auftreten in der Schwangerschaft.

Was sollte man über eine Nebenhodenentzündung wissen? Unter einer akuten Nebenhodenzündung versteht man eine in den meisten Fällen durch Bakterien (Mikroorganismen) hervorgerufene Infektion des Nebenhodens. Diese wird oft begleitet durch eine gleichzeitige Entzündung des Hodens. Ursächlich kommen zwei wesentliche Möglichkeiten der Erkrankung in Betracht: ein aufsteigender Infekt, bei dem über den Samenleiter Bakterien aus dem Harntrakt in den Nebenhoden gelangen, oder die wesentlich seltenere Infektion auf dem Blutwege. Die Nebenhodenzündung führt zu einer zunehmenden Schwellung und Schmerzhaftigkeit des betroffenen Nebenhodens. Bei einem weiteren Fortgang der Infektion kommen Allgemeinsymptome wie Fieber, Schüttelfrost und Abgeschlagenheit dazu. Als Komplikation der Nebenhodenzündung kann es zu einer Abszessbildung (Eiteransammlung) bis hin zu einer Sepsis (Blutvergiftung) kommen.
Die Therapie besteht in einer möglichst frühzeitigen Gabe von Antibiotika (Medikamente, die Bakterien abtöten), sowie der Gabe von entzündungshemmenden und abschwellenden Medikamenten. Als weitere Lokalbehandlung ist ein Kühlen und Hochlagern des Nebenhodens sinnvoll. Enganliegende Unterhosen sind Boxershorts vorzuziehen. In der Regel heilt eine Epididymitis unter diesen Maßnahmen gut ab, allerdings kann je nach Schwere der Entzündung oder bei inkonsequenter Behandlung eine akute Nebenhodenzündung einen chronischen Verlauf annehmen. Bei beidseitiger Nebenhodentzündung kann durch einen beidseitigen Verschluss der Nebenhodenkanälchen eine Unfruchtbarkeit (Verschlussazoospermie) resultieren

Was ist eine Benigne Prostatahyperplasie (BPH)? Die Benigne Prostatahyperplasie (BPH) ist eine gutartige Vergrößerung der Vorsteherdrüse (Prostata). Typische Beschwerden sind zunehmende Probleme beim Wasserlassen (Miktion), ein abgeschwächter Harnstrahl und Restharnbildung bis hin zum Harnverhalt (Unfähigkeit, die Blase zu entleeren) im fortgeschrittenen Stadium. Der Urologe kann die BPH diagnostizieren, indem er die Prostata über den Mastdarm abtastet - also rektal untersucht -, eine Ultraschalluntersuchung durchführt sowie den Restharn und den Harnstrahl misst. Entscheidend ist bei der Diagnose die Abgrenzung zum Prostatakrebs. Zu diesem Zweck wird oft der PSA-Wert (prostataspezifisches Antigen) aus dem Blut bestimmt und evtl. eine Gewebeprobe (Biopsie) entnommen.
Die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten der Prostatavergrößerung bestehen aus Medikamenten oder einer Operation. Vor allem die operative Entfernung des überschüssigen Prostatagewebes durch die Harnröhre (transurethrale Resektion der Prostata – TUR-P) zeigt langfristig sehr gute Erfolge. Wichtig ist es, ab dem 40 - 45. Lebensjahr regelmäßig einen Urologen zur Vorsorge aufzusuchen, um vor allem eine bösartige Erkrankung frühzeitig zu erkennen und erfolgreich behandeln zu können.

Was versteht man unter eine gutartige Vergrößerung der Prostata (BPH)? Die Benigne Prostatahyperplasie (BPH) ist eine gutartige Vergrößerung der Vorsteherdrüse (Prostata). Typische Beschwerden sind zunehmende Probleme beim Wasserlassen (Miktion), ein abgeschwächter Harnstrahl und Restharnbildung bis hin zum Harnverhalt (Unfähigkeit, die Blase zu entleeren) im fortgeschrittenen Stadium. Der Urologe kann die BPH diagnostizieren, indem er die Prostata über den Mastdarm abtastet - also rektal untersucht -, eine Ultraschalluntersuchung durchführt sowie den Restharn und den Harnstrahl misst. Entscheidend ist bei der Diagnose die Abgrenzung zum Prostatakrebs. Zu diesem Zweck wird oft der PSA-Wert (prostataspezifisches Antigen) aus dem Blut bestimmt und evtl. eine Gewebeprobe (Biopsie) entnommen.
Die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten der Prostatavergrößerung bestehen aus Medikamenten oder einer Operation. Vor allem die operative Entfernung des überschüssigen Prostatagewebes durch die Harnröhre (transurethrale Resektion der Prostata – TUR-P) zeigt langfristig sehr gute Erfolge. Wichtig ist es, ab dem 40 - 45. Lebensjahr regelmäßig einen Urologen zur Vorsorge aufzusuchen, um vor allem eine bösartige Erkrankung frühzeitig zu erkennen und erfolgreich behandeln zu können.

Wozu ist die Prostata da? Was macht sie? Die Prostata oder auch Vorsteherdrüse ist ein etwa kastaniengroßes Drüsenorgan, welches in seiner Form einem halbierten Apfel gleicht. Bei einem erwachsenen Mann wiegt sie ungefähr 20 Gramm. Die Prostata produziert ein milchiges Sekret, wodurch die Ernährung und Fortbewegungsfähigkeit der Samenzellen gesichert wird. Beim Samenerguss bildet dieses Sekret den größten Teil der Flüssigkeit.
Außerdem sorgt die Prostata zusammen mit dem Blasenschließmuskel dafür, dass beim Samenerguss das Sperma durch die Harnröhre über den Penis nach außen befördert wird und nicht in die Blase fließt. Durch ihren ventilartigen Verschluss verhindert sie umgekehrt, das beim Wasserlassen Urin in die Samenwege gelangen kann.

Was ist eine Prostataentzündung (Prostatitis)? Die Prostatitis ist ein Sammelbegriff für Beschwerden im Bereich der Vorsteherdrüse und der benachbarten Körperregionen, also dem Dammbereich, dem Anus, dem Enddarm, dem Hoden oder der Leistenbeuge. Etwa 30% der Männer im Alter zwischen 20 und 40 Jahren leiden gelegentlich unter Prostatabeschwerden Man kann die Prostatitis grob in zwei Gruppen einteilen: die bakterielle Prostatitis, also die durch Bakterien verursachte Prostatitis und die abakterielle Prostatitis, die nicht durch Bakterien verursacht wird. Die bakterielle Prostatitis in der akuten und chronischen Form entsteht durch Bakterien, die in die Prostata eindringen und eine Infektion auslösen. Die Behandlung erfolgt in der Regel antibiotisch. Bei der abakteriellen Prostatitis unterscheidet man das entzündliche vom nicht-entzündlichen chronischen Schmerzsyndrom des Beckens. Bei beiden müssen organische und bakterielle Ursachen ausgeschlossen werden. Die Behandlung orientiert sich an den Beschwerden des Patienten und kann oft langwierig und schwierig sein

Was kann ich tun, um eine Vergrößerung der Prostata zu vermeiden? Mit zunehmendem Alter des Mannes vergrößert sich seine Prostata. Ab dem 50. Lebensjahr sind fast alle Männer von einer Vergrößerung der Prostata betroffen, die jedoch keine störenden Begleiterscheinungen hat.
Die Möglichkeit einer Früherkennung durch die Vorsorgeuntersuchung, die für Männer ab 45 Jahren gesetzlich festgeschrieben ist, nehmen etwa 15% der Betroffenen wahr. Ziel der Vorsorgeuntersuchung der männlichen Prostata ist es, schon kleinste Veränderungen des Organs möglichst früh zu erkennen, um im Krankheitsfall optimale Heilungschancen erreichen zu können. Wird die Früherkennung wahrgenommen, verringert sie in jedem Fall das Risiko eines zunehmenden Wachstums der Prostata, denn der Urologe bezieht neben den diagnostischen Ergebnissen auch die persönlichen Risikofaktoren des Patienten, familiäre Dispositionen sowie den Einfluss von Ernährungsgewohnheiten in das Untersuchungskonzept ein.
Selbst bei einem beschwerdefreien Patienten können die Symptome ausschließlich durch eine Vorsorgeuntersuchung aufgedeckt werden. Daher lautet die wichtigste Maßnahme des Mannes ab 45 Jahren: Vorsorgeuntersuchung. Der Besuch des Urologen einmal jährlich muss sehr empfohlen werden, denn für das Prostatakarzinom bestehen keine "Frühwarnzeichen" und nur durch eine Vorsorgeuntersuchung kann ein Tumor im heilbaren Stadium entdeckt werden.

Was sollte man über Prostatakrebs wissen? Das Karzinom der Prostata (Vorsteherdrüse) ist die häufigste Krebserkrankung beim Mann. Da es erst im Stadium der fortgeschrittenen Erkrankung zu Beschwerden kommt, kann der Krebs nur durch Früherkennungs-Untersuchungen rechtzeitig entdeckt und erfolgreich behandelt werden. Wenn sich bei einer Tastuntersuchung der Verdacht auf ein Prostatakarzinom ergeben hat, wird mittels einer Feinnadelbiopsie eine Gewebeprobe entnommen, um den möglichen Befund zu bestätigen.
Um Prostatakrebs zu behandeln gibt es mehrere Therapiemöglichkeiten, die sich nach der Art und dem Stadium des Tumors sowie nach den individuellen Bedürfnissen des Betroffenen richten: Im frühen Stadium stehen die operative Entfernung des Tumors und Bestrahlung zur Verfügung. Solange noch keine Metastasen (Tochtergeschwülste) vorliegen und der Tumor auf die Prostata beschränkt ist, bestehen gute Heilungschancen.
Bei einem Drittel aller Fälle hat zum Zeitpunkt der Diagnosestellung der Tumor bereits in andere Organe gestreut (Metastasierung). Zu diesem Zeitpunkt ist der Prostatakrebs zwar nicht mehr heilbar, aber dennoch behandelbar. Durch Strahlen-, Chemo- oder Hormontherapie kann die weitere Ausbreitung des Krebses verzögert werden.

Interessantes über Abführmittel Bei Verstopfung, die anders nicht in den Griff zu bekommen ist (z.B. mit viel Bewegung, ballaststoffreicher Ernährung, viel Trinken etc.), kann man Abführmittel (z.B. Lactulose, Pektin, Leinsamen) einnehmen - dies aber nicht über einen längeren Zeitraum und nur in Rücksprache mit dem Arzt.

Leinsamen wird bei Verstopfung angewendet und auch für Patienten empfohlen, die durch die missbräuchliche Anwendung anderer Abführmittel bereits einen vorgeschädigten Darm haben. Ferner dient Leinsamen zur Schleimzubereitung bei einem Reizdarm und bei Magenschleimhaut- und Darmentzündung
Als Abführmittel sollte man zwei- bis dreimal täglich einen Esslöffel (10 g) ganzen oder nur angestoßenen (nicht geschrotet) Leinsamen mit einem Glas Wasser einnehmen.

Was ist ein Analekzem? Die Ursachen des Analekzems (juckender Hautausschlag) sind fast immer Hämorrhoiden. Entscheidend ist also die Beseitigung dieser Grunderkrankung. Eine sinnvolle Analhygiene, Sitzbäder oder Cremes als zusätzliche Heilungsmaßnahmen lassen das Ekzem meist schnell abheilen. Gelegentlich müssen Allergien mit speziellen Hauttests als Krankheitsursache ausgeschlossen werden. Selten sind spezielle Hautkrankheiten, z.B. Schuppenflechte (Psoriasis).


Was ist ein Analfissur? Bei einer Analfissur (Afterriß) treten während und nach der Stuhlentleerung heftige Schmerzen auf, die über Stunden anhalten können. Zu Beginn kann eine solche Fissur mit Analtampons und Cremes ausheilen. Wird der Riß jedoch chronisch, so besteht die Gefahr einer Fistelbildung mit teilweiser Zerstörung des Schließmuskels. Eine chronische Analfissur muß deshalb in der Regel operiert werden.


Was ist eine Analthrombose? Analthrombosen, fälschlich "äußere Hämorrhoiden" genannt, sind schmerzhafte Knoten am Afterrand, die durch Blutgerinnsel in den Blutadern des Afterrandes entstehen. Sie können in örtlicher Betäubung entfernt werden. In leichteren Fällen können auch spezielle Zäpfchen und Cremes helfen.


Was ist eine Azoospermie? Unter einer Azoospermie versteht man das Fehlen von Spermien, also reifen männlichen Samenzellen, im Ejakulat. Die Azoospermie kann durch eine Entwicklungsstörung der Spermien verursacht werden, durch eine Störung im Bereich der ableitenden Samenwege bedingt sein oder infolge von genetischen Defekten, wie z.B. Abweichungen der Zahl der Chromosomen, auftreten. Männer mit Azoospermie bleiben ungewollt kinderlos. Die Diagnose der Azoospermie wird anhand eines Spermiogramms, also einer Analyse des Spermas, gestellt. Zur Diagnose der Ursache der Azoospermie sind vielfältige Untersuchungen notwendig, die bis zu genetischen Tests reichen können. Die Behandlung der Azoospermie richtet sich nach den zu Grunde liegenden Ursachen. In den meisten Fällen ist eine erfolgreiche Behandlung jedoch nicht möglich.

Interessantes über Blasenkatheter Katheterformen:

Männer: Nélaton (gerade Spitze) - oder Tiemann (gebogene Spitze) Katheter
Frauen: Nélatonspitzen

Kathetergröße:

er wird in Charriere angegeben und ist abhängig von der Anatomie und Indikation zur Katheterisierung

1 CH = 1/3 mm
3 CH = 1 mm

Länge beim Mann: 40 cm bei der Frau: 20 cm

Kathetermaterial:

Prinzipiell müssen die Materialien biokompatibel sein, d.h. den Organismus nicht schädigen

PVC (Polyvenylchlorid)

Einmalkatheter, die hauptsächlich zur Diagnostik, aber auch therapeutisch eingesetzt werden
Enthalten Weichmacher, die nach 2 Tagen in das Gewebe diffundieren und das Produkt spröde machen » Verletzungs- und Infektionsgefahr

Ballon, wenn vorhanden enthält Silikon (Allergiegefahr!!)

Latexkatheter:

Verweildauer 1-2 Wochen
Meist mit Silikonüberzug
Neigung zu schnellen Inkrustationen
Silikon in Reinform absolut allergiesicher + biokompatibel!!!!
Verweildauer je nach Hersteller 4-6 Wochen
inkrustiert mit glatten Oberflächen deutlich langsamer
kann ggf. auch mit Teflonschicht überzogen sein oder Silberbeschichtung mit bakterizider Wirkung

Polyurethan
Verweildauer bis zu 6 Wochen, werden nicht hart
Ballon aus Latex (Allergiegefahr)

Gibt es eine Vorbeugung für Darmkrebs? Wie bei anderen Krebserkrankungen auch, ist die Früherkennung für die Prognose entscheidend. Jeder sollte die jährliche Darmkrebs-Vorsorgeuntersuchung ab dem 45. Lebensjahr wahrnehmen. Außerdem wurde am 1. Oktober 2002 die Darmspiegelung (Koloskopie) ins Krebs-Früherkennungsprogramm aufgenommen. Damit hat jeder Bürger im Alter von 55 und 65 Jahren Anspruch auf eine Darmspiegelung als Vorsorgemaßnahme.

Da es eine Reihe vererbbarer Erkrankungen gibt, die mit dem Auftreten eines kolorektalen Karzinoms in Zusammenhang stehen, sollten Menschen, in deren Verwandtschaft Darmkrebs aufgetreten ist, ihren Arzt um Rat fragen und auf die oben beschriebenen Symptome achten.
Mehr als die Hälfte aller kolorektalen Karzinome sind leicht mit dem Finger zu tasten oder mit einer Spiegelung des Enddarms (untere 15 cm) zu entdecken. Zu jeder körperlichen Untersuchung - ganz besonders im Rahmen einer Krebsvorsorge - gehört zumindest der Tastbefund. Diese Untersuchung sollte auch dann erfolgen, wenn keine Symptome aufgetreten sind, die auf einen Darmkrebs hinweisen könnten.

Wenn Blutauflagerungen auf dem Stuhl vorkommen, sollte eine sorgfältige Diagnostik mit der Suche nach einem Darmkrebs erfolgen. Dabei ist zu beachten, dass nicht selten zeitgleich auch blutende Hämorrhoiden vorliegen können. Diese dürfen nicht vorschnell als alleinige Ursache der Blutauflagerungen abgehandelt werden. Unter Medizinern gilt die Regel: "Bei Blut im Stuhl muss solange von Darmkrebs ausgegangen werden, bis das Gegenteil bewiesen ist." Einen solchen Beweis würde die Koloskopie liefern, bei der die gesamte Länge des Dickdarms beurteilt werden kann.

In den Industrieländern kommt das kolorektale Karzinom wahrscheinlich deshalb sehr viel häufiger vor als in sozio-ökonomisch weniger weit entwickelten Ländern, weil unsere Nahrung insgesamt relativ faserarm (ballaststoffarm) ist. Kost mit zahlreichen unverdaulichen Fasern verkürzen die Stuhlpassage und damit die Kontaktzeit von krebserregenden Stoffen mit der Darmwand. Der Zusammenhang von Stuhlkontaktdauer und Krebsentstehung erklärt auch, weshalb die Tumoren bevorzugt in den unteren Darmabschnitten und im Enddarm vorkommen. Hier ist die Kontaktzeit mit dem Stuhl am längsten. Man sollte also auf faserreiche Kost achten, Gepökeltes und Geräuchertes meiden oder zumindest reduzieren. Fünf Portionen Obst oder Gemüse pro Tag gelten als ideal.

Übergewicht, Bewegungsmangel und Rauchen können das Darmkrebsrisiko erhöhen. Wer 30 bis 60 Minuten täglich moderat körperlich aktiv ist, sein Normalgewicht halten kann (BMI < 25 kg/m²) und nicht raucht, trägt nicht nur ein deutlich geringeres Risiko an Darmkrebs zu erkranken, sondern ist auch vor vielen weitern Krebsarten sowie vor Herz- Kreislauf-Erkrankungen besser geschützt.

Was ist ein Hämoculttest? Der Hämocculttest, auch Papierstreifentest genannt, spürt geringe Blutmengen im Stuhl auf, die mit dem bloßen Auge nicht erkennbar sind. Man spricht dann von okkulten ("versteckten") Blutmengen. Diese können erste Hinweise auf Erkrankungen sein. Über einen Zeitraum von zehn Jahren fällt bei jedem dritten Teilnehmer der Test positiv aus, bei ca. 15% der Patienten mit positivem Testergebnis wird bei einer Nachuntersuchung ein Darmkrebs diagnostiziert. Auch die mögliche Vorstufe eines Darmkrebses, die Darmpolypen, können mit dem Test früh erkannt und therapiert werden.
Wenngleich der Hämocculttest nicht vollkommen eindeutig ist - Blutspuren im Stuhl können auch bei anderen Krankheiten auftreten -, hat er doch seine Bedeutung in der Vorsorge von Dick- und Enddarmkrebs ("kolorektalen Karzinomen"). In Deutschland haben alle Kassenpatienten ab dem Alter von 50 Jahren bis zur Vollendung des 55. Lebensjahrs Anspruch auf eine jährliche Durchführung dieses Schnelltests. Danach übernimmt die Krankenkasse die Kosten nur noch alle zwei Jahre und auch nur, wenn eine Darmspiegelung nicht in Anspruch genommen wird.
Noch genauer ist ein immunologischer Stuhltest, der allerdings nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung ist und deshalb privat bezahlt werden muss. Sprechen Sie uns an!

Was sollte man über Darmkrebs wissen? Unter Darmkrebs werden Krebserkrankungen des Dickdarms, des Mastdarms und des Anus zusammengefasst. Sie ist die zweithäufigste Krebserkrankung in Deutschland. Risikofaktoren, die Darmkrebs begünstigen, sind erbliche Veranlagung, chronisch entzündliche Darmerkrankungen und ballaststoffarme Ernährung.
Blutauflagerungen auf dem Stuhl, Änderungen der Stuhlgewohnheiten und Stuhlunregelmäßigkeiten können erste Anzeichen von Darmkrebs sein. Etwa die Hälfte der Tumoren des Darms ist mit dem Finger bei einer rektalen Untersuchung tastbar oder kann mittels einer Enddarm-Spiegelung (Rektoskopie) entdeckt werden. Bei einer Darmspiegelung (Koloskopie) kann der Arzt den gesamten Dickdarm beurteilen. Aus krebsverdächtigen Bereichen wird eine Gewebeprobe (Biopsie) entnommen und unter dem Mikroskop genauer untersucht.
In den meisten Fällen wird der vom Krebs betroffene Darmteil mit einem bestimmten Sicherheitsabstand entfernt. Liegt der Tumor mehr als acht Zentimeter oberhalb des Schließmuskels, kann der natürliche Darmausgang erhalten bleiben, bei tieferer Lage wird ein künstlicher Darmausgang (Anus praeter) angelegt. Ergänzend zur Operation wird manchmal eine Chemotherapie oder Strahlentherapie durchgeführt.
Die Heilungschancen hängen vor allem davon ab, wie frühzeitig der Darmkrebs entdeckt und entfernt wird. Daher haben alle gesetzlich Versicherten in Deutschland ab dem Alter von 50 Jahren bis zur Vollendung des 55. Lebensjahrs Anspruch auf die jährliche Durchführung eines Schnelltests (sog. Hämoculttest) auf verstecktes Blut im Stuhl, welches auf eine Krebserkrankung hinweisen kann. Ab 55 Jahren kann eine Darmspiegelung als Früherkennungsmaßnahme durchgeführt und zehn Jahre später wiederholt werden.

Was ist ein Darmpolyp? Polypen sind gutartige Vorwölbungen der Schleimhaut. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Wucherungen des Drüsengewebes. Diese so genannten Adenome können bösartig entarten, wobei sie aber sehr langsam - ca. ein Millimeter pro Jahr - wachsen. Mit einer Entartung muss erst gerechnet werden, wenn das Adenom eine bestimmte Größe erreicht hat, also in der Regel erst nach einigen Jahren. Da sich über 90 Prozent aller Darmkrebserkrankungen aus Adenomen entwickeln, ist eine frühzeitige Diagnose und Entfernung entscheidend, um einer Krebsentstehung vorzubeugen.
In den meisten Fällen verursachen Polypen keinerlei Beschwerden und treten als Zufallsbefunde bei einer Darmspiegelung auf. Bei größeren Polypen kann es zu Stuhlunregelmäßigkeiten, Schmerzen, Blut und Schleim im Stuhl kommen. Bei der Diagnose sind die manuelle Austastung des Enddarms, ein Test auf nicht sichtbares (okkultes) Blut im Stuhl und vor allem die Darmspiegelung von Bedeutung. Bei dieser können Polypen nicht nur festgestellt, sondern gleichzeitig auch entfernt werden. Eine mikroskopische Untersuchung des Gewebes bringt schließlich Gewissheit über Gut- oder Bösartigkeit der Wucherung.

Was sind Hämorrhoiden? Hämorrhoiden sind krankhaft vergrößerte Schwellpolster am Übergang vom Mastdarm zum Afterkanal. Sie bleiben oft lange Zeit unentdeckt, sind aber die häufigste Ursache von Afterjucken, Entzündungen, Blutungen oder Stuhlverschmutzung der Wäsche. In diesem Fall spricht man von einem Hämorrhoidal-Leiden. Nur selten muß operiert werden. Meist hilft eine mehrmalige Verödung (Sklerosierung) oder das Abbinden mit kleinen Gummiringen (Ligatur). Ihr Enddarmspezialist führt diese Behandlung fast immer schmerzlos durch. Vorübergehend läßt sich das Hämorrhoidal-Leiden auch mit Cremes oder Analtampons (Zäpfchen mit Mulleinlage) lindern.


Wie erkenne ich, ob ich Hämorrhoiden habe? Bei einem gestörten Feinverschluß des Afters kann Darmschleim in den unteren Teil des Analkanals und nach außen auf die Haut gelangen. Diese sehr empfindliche Zone wird gereizt, und es kommt zu den typischen Beschwerden wie Juckreiz, Brennen, Schmerzen und Nässen. Die Blutung ist ein weiteres charakteristisches Symptom: beim Abwischen auf dem Papier, als Blutauflagerung auf dem Stuhl oder tropfend. Hautausschläge (Ekzeme) oder verschmutzte Wäsche durch Nachschmieren deuten auch auf Hämorrhoiden hin, ebenso ein Druckgefühl im Afterkanal (Fremdkörpergefühl). Diese Beschwerden treten aber auch bei Tumoren im Enddarm auf.

Was ist der Unterschied zwischen "äußeren" und "inneren" Hämorrhoiden? Bei jedem Menschen befindet sich am Übergang des Mastdarmes zum Afterkanal ein ringförmiger Gefäßschwamm. Dieser Hämorrhoidal-Schwellkörper dient zusammen mit den Schließmuskeln der Feinabdichtung des Analkanals. Wenn sich diese Gefäßpolster vergrößern, sprechen wir von Hämorrhoiden ("innere" Hämorrhoiden) bzw. vom Hämorrhoidalleiden. Hautläppchen (Marisken) und schmerzhafte blaurote Knoten (Analthrombosen) werden oft irrtümlich als äußere Hämorrhoiden bezeichnet;sie weisen aber auf "echte" Hämorrhoiden hin.

Wie häufig treten Hämorrhoiden auf? Hämorrhoiden und andere Enddarmleiden sind außerordentlich weit verbreitet. In Mitteleuropa leidet wohl jeder zweite Erwachsene früher oder später unter Beschwerden des Enddarmes. Oft werden die Beschwerden über einen langen Zeitraum verschwiegen. Aus falscher Scham wird der Arzt nicht oder erst nach einer langen Leidenszeit aufgesucht.

Können aus Hämorrhoiden Krebs entstehen? Aus Hämorrhoiden entsteht kein Krebs. Da aber die Symptome bei Hämorrhoiden (z.B. Blut) auch bei anderen Enddarmerkrankungen auftreten, müssen alle sogenannten "Hämorrhoidalbeschwerden" ärztlich abgeklärt werden.

Warum können Hämorrhoiden heimtückig sein? Sie sind die häufigste Ursache für Enddarm-Beschwerden. Es können sich jedoch auch andere schwerwiegende Erkrankungen hinter solchen Beschwerden verbergen. Das ist wichtig! Sonst verzögert sich im Vertrauen auf die "Harmlosigkeit" der Hämorrhoiden eine frühzeitige Erkennung und Behandlung dieser anderen Erkrankungen, z.B. von entzündlichen oder tumorartigen Veränderungen.

Was sind Marisken? Schmerzlose Hautläppchen am Afterrand, ob zart oder derb, (im Volksmund auch "äußere Hämmorrhoiden" genannt) sind praktisch immer harmlos. Diese "Marisken" - auch wenn sie gelegentlich anschwellen - bedürfen keiner direkten Behandlung; sie weisen aber auf "echte" (innere) Hämorrhoiden hin.

Müssen Hämorrhoiden immer behandelt werden? Hautfalten am After (Marisken) hat etwa jeder zweite Erwachsene. Die Unterscheidung zu ähnlichen Veränderungen wie Tumoren oder infektiösen Feigwarzen bei Geschlechtskrankheiten muß der Fachmann treffen. Falls die Marisken keine Beschwerden machen, werden sie nicht behandelt. Bei wiederholten Entzündungen oder erschwerter Afterhygiene können sie abgetragen werden. Plötzlich auftretende Analthrombosen (harmlose Blutgerinnsel in den äußeren Afteradern) sind schmerzhaft. Werden sie sogleich in örtlicher Betäubung entfernt, so sind Sie in Kürze wieder beschwerdefrei. Notfalls helfen auch Salben und entzündungshemmende Zäpfchen.

Was ist eine Proktoskopie? Bei der Afterspiegelung (Proktoskopie) wird der Afterkanal (ca. 5 cm) mit einem kleinen Rohr inspiziert. Nur hierdurch kann der Enddarmspezialist erkennen, ob Hämorrhoiden vorliegen und welchen Vergrößerungsgrad diese bereits erreicht haben.

Was ist eine Rektoskopie? Die Mastdarmspiegelung (Rektoskopie) gewährt Einsicht in den unteren Dickdarm. Mit ihr können Entzündungen, Polypen oder auch Krebs erkannt werden.

Was ist eine Koloskopie? Muss der Arzt oder Urologe auch die höheren Darmabschnitte einsehen, so verwendet er ein biegsames Instrument, das Koloskop. Die Koloskopie, die hohe Darmspiegelung, wird ambulant durchgeführt; eine Narkose ist in der Regel überflüssig.

Was sind Zystennieren? Bei vererbten Zystennieren handelt es sich um vollkommen von Zysten durchsetzte Nieren, wobei die häufigste Form ab dem vierzigsten Lebensjahr zu fortschreitendem Nierenversagen führen kann. Die Diagnose erfolgt in erster Linie durch bildgebende Verfahren (Ultraschall oder Computer Tomographie). Eine kausale Therapie ist nicht möglich.

Was ist eine Nierenzyste? Unter Nierenzysten versteht man einzelne flüssigkeitsgefüllte, von einer Kapsel umgebene Hohlräume der Niere, die in der Regel keine Beschwerden machen. Sie sind vollkommen ungefährlich und einfach mit dem Ultraschall zu diagnostizieren.

Was versteht man unter eine Vorhautverengung (Phimose)? Unter einer Phimose versteht man eine angeborene oder erworbene Verengung des so genannten äußeren Vorhautringes, der damit ein Zurückziehen der Vorhaut über die Eichel nicht oder nur unter Schwierigkeiten ermöglicht. Eine Therapie der Phimose besteht in der Beseitigung der Vorhautverengung durch eine operative Erweiterung oder Entfernung der engen Vorhaut.

Siehe unter *Krankheitsbilder*

Was versteht man unter einer Vorhautentzündung (Balanitis)? Als Balanitis bezeichnet man eine Entzündung der Eichel des männlichen Gliedes. Sie tritt meist zusammen mit einer Entzündung des inneren Vorhautblattes auf und wird dann Balanoposthitis genannt.
Die Ursache für eine Balanitis bzw. Balanoposthitis ist in der Regel eine Infektion mit Bakterien oder sexuell übertragbaren Mikroorganismen.
Die Eichel ist schmerzhaft geschwollen und gerötet, weist also typische Entzündungszeichen auf. Bei einer Infektion der Vorhaut ist diese ebenfalls gerötet und angeschwollen. Häufig tritt ein eitriger Ausfluss hinzu.

Was sollte man über Potenzprobleme wissen Aufgrund der weit reichenden Tabuisierung sexueller Themen bzw. Probleme in unserer Gesellschaft scheuen noch immer viele Betroffene davor zurück, offen über Erektionsstörungen (Erektile Dysfunktion) zu reden. Dabei sind nach amerikanischen Studien etwa 50% der über 40-jährigen zumindest zeitweise von einer erektilen Dysfunktion betroffen, wobei der Anteil mit steigendem Lebensalter zunimmt.
Die Ursachen für Erektionsstörungen sind vielfältig. Psychische Faktoren kommen ebenso in Frage wie innere Erkrankungen, Hormonstörungen, Nervenschädigungen und bestimmte Medikamente. Zur Abklärung der Ursache der erektilen Dysfunktion sind eine genaue Krankenbefragung und im Anschluss daran spezielle Untersuchungen wichtig. Die Therapie beinhaltet sowohl eine psychologische Betreuung als auch erektionsfördernde Mittel in Form von Spritzen, Tabletten, mechanischen Hilfsmitteln oder eines Harnröhrenapplikators. Die medikamentöse Behandlung muss wegen möglicher Gegenanzeigen und Nebenwirkungen unter ärztlicher Kontrolle erfolgen. Unsere Praxis hat sich auf diesem Gebiet spezialisiert. Sprechen Sie uns an!

Siehe auch *Krankheitsbilder*

Was ist ein „zu kurzes Bändchen“ (Frenulum breve)? Das Bändchen "Frenulum" unterhalb der Eichel ist zu kurz. Dies Problem tritt häufig auf und ist durch einen ganz kleinen Eingriff zu beheben. Ein zu kurzes Bändchen kann beim Geschlechtsverkehr einreißen und, da es eine kleine Arterie (Blutgefäß) enthält auch stärker bluten, ein Grund mehr diesen Eingriff machen zu lassen. Sie sollten also mit diesem Problem einen Urologen in Ihrer Nähe aufsuchen und Ihm den Befund zeigen, er wird Ihnen sicher weiterhelfen und Ihnen den Eingriff und die Risiken (eigentlich nur: Blutung und Entzündung) erläutern.

Wie kann ein zu kurzes Bändchen korrigiert werden?

Das Bändchen kann mit einem kleinen Eingriff meist in lokaler Betäubung chirurgisch durchtrennt werden. Es gibt unterschiedliche Verfahren.
Diese Eingriffe heißen Frenuloplastik oder Frenulotomie.

Welche Risiken bestehen?
In seltenen Fällen: Nachblutung, Entzündung, Narbenbildung oder Wundheilungsstörungen.
Wie lange hat man(n) Probleme nach dem Eingriff?

Diese Einfgriffe sind im Allgemeinen wenig schmerzhaft. Auf Geschlechtsverkehr sollte jedoch min. 14 Tage verzichtet werden.


Kann man durch Rad fahren impotent werden? Ja, wenn man intensiv Radsport betreibt (300 bis 400 km pro Woche über mehr als 5 Jahre). Dabei werden durch Druck des Sattels auf Nerven und Blutgefäße Durchblutungs- und Empfindungsstörungen verursacht. Eine von der urologischen Abteilung der Universitätsklinik Köln durchgeführte Untersuchung ergab bei 1786 in Vereinen organisierten Fahrradsportlern ein dreimal häufigeres Vorkommen von Erektionsstörungen als bei gleichaltrigen Nicht-Fahrradsportlern.

Um Erektionsstörungen zu vermeiden, werden von Prof. Dr. med. F. Sommer folgende Empfehlungen gegeben:

1. Die Sattelspitze sollte leicht nach unten geneigt sein.
2. Die Sattelhöhe sollte so eingestellt werden, dass die Beine nie völlig gestreckt sind.
3. Alle 10 Minuten sollte eine stehende Position eingenommen werden, um den Blutfluss aufrecht zu erhalten.
4. Es sollte ein breiter, gut gepolsterter Sattel (Damensattel) verwendet werden.

Bei Liegefahrrädern gibt es keine Probleme. Deswegen der ultimative Tipp: Kaufen Sie sich ein Liegefahrrad :-) !

Wofür ist Testosteron? Testosteron spielt als das wichtigste männliche Sexualhormon für viele körperliche und psychische Vorgänge beim Mann eine große Rolle. So vor allem für seine Libido (Trieb) und Spermienproduktion. Mit zunehmendem Alter nimmt der Anteil an Testosteron im Blut kontinuierlich ab. Dieser verringerte Testosteronspiegel im Blut kann zu einer Reihe von Beschwerden führen. Es stellt sich daher die Frage, diesen "Mangel" durch die Gabe von Testosteron abzuhelfen. Diese Therapie wird häufig beim „Wechseljahre des Mannes“ (Aging Male) durchgeführt.

Was sollte man über eine Hodenentzündung wissen? Bei einer Entzündung des Hodens handelt es sich meist um eine durch Viren oder Bakterien ausgelöste Infektionskrankheit. Vor allem Mumpsviren sind häufige Verursacher der Erkrankung. Etwa ein Viertel aller erwachsenen Patienten mit Mumpsinfektion ("Ziegenpeter") entwickelt neben der Entzündung der Ohrspeicheldrüsen eine Hodenentzündung. Häufig, vor allem im späteren Verlauf der Erkrankung, ist der Nebenhoden von der akuten Entzündung mitbetroffen, so dass eine starke Schwellung von Hoden und Nebenhoden besteht. Die Haut über dem Hodensack ist gerötet, und die Patienten klagen über starke Schmerzen. Eine Abgrenzung der Hodenentzündung von anderen Erkrankungen wie Hodentorsion, akuter Nebenhodenentzündung oder Hodentumoren ist im akuten Stadium schwierig. Mitunter wird daher zur Absicherung der Diagnose eine operative Freilegung des Hodens erforderlich. Therapiemaßnahmen sind vor allem Bettruhe mit Hochlagerung und Kühlung des betroffenen Hodens und die Gabe von antientzündlichen Medikamenten. Bei einer durch Mumpsviren ausgelösten Hodenentzündung beeinflusst die Gabe von so genannten Interferonen den Erkrankungsverlauf günstig. Eine gefürchtete Komplikation der akuten Hodenentzündung ist die irreversible Schädigung des Hodengewebes mit nachfolgender Unfruchtbarkeit.

Woher kann Blut im Sperma (Hämospermie) kommen? (Rostbraune oder hellrot gefärbte Blutbeimengungen zum Sperma )
Fällt meist nach Geschlechtsverkehr auf und ist oft Ursache für große Beunruhigung.

Mögliche (häufigere) Ursachen:

Prostata:

Prostataentzündung (Prostatitis)
Gutartige Prostatavergrößerung (BPH, BPS, BPO)
Prostatakrebs (Prostatakarzinom)
Prostatatuberkulose
nach Prostatastanzbiopsie (Probenentnahme bei Verdacht auf Prostatakrebs)
nach Eingriffen an der Prostata

Samenblasen (sind im Anschluss an die Prostata gelegen):

Vergrößerung der Oberfläche der Samenblasendrüsen
Entzündung der Samenblasen (Spermatozystitis)
Samenblasentumore
Samenblasentuberkulose

Behandlung:

Die Behandlung erfolgt je nach Ursache der gefundenen Erkrankung.

Wichtig: In ca. einem Drittel der Fälle findet sich, trotz intensiver medizinischer Untersuchung, keine verursachende Erkrankung.

Wissenswertes über Kondome Kondome - gelegentlich auch Pariser, Gummi oder Verhüterli genannt - dienen als einzige Verhütungsmittel auch dem Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten (STD = Sexual Transmitted Disease) wie z.B. Aids, Hepatitis, Syphilis, Gonorrhoe (Tripper) oder dem Humanen-Papillom-Virus (HPV), eine weit verbreitete Virus-Infektion, die als hoher Risikofaktor für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs angesehen wird. Wegen dieser Schutzfunktion, der relativ einfachen Handhabung, der fehlenden Nebenwirkungen (von Latexallergien abgesehen), sowie ihrer relativ großen Sicherheit sind Kondome mittlerweile die am häufigsten verwendete Schutzmaßnahme beim Geschlechtsverkehr. Sie sind rezeptfrei und einfach fast überall erhältlich, z.B. in Supermärkten, Drogerien oder Apotheken. Kondome aus dem Automaten sind weniger empfehlenswert, weil ihre Haltbarkeit und
Lagerung zunächst nicht überprüft werden kann.

Die Geschichte des Kondoms Die Herkunft des Namens "Kondom" ist nicht eindeutig geklärt. Ein Arzt namens Dr. Condom am Hof des englischen Königs Charles II. (1660-1685) soll der Erfinder sein. In einer zeitgenössischen Quelle heißt es darüber: "Ein Bollwerk gegen die Lust und ein Spinnweb gegen die Gefahr".
Kondome dienten damals nur der Schwangerschaftsverhütung. Ihr Gebrauch wurde wegen der Ablehnung der "künstlichen" Familienplanung durch Staat und Kirche geächtet. Angesichts seines hohen Preises und seiner Unzuverlässigkeit war dem Kondom im 17. Jahrhundert kein Erfolg beschieden. Das änderte sich erst mit der Erfindung der Vulkanisation des Gummis 1843. Während historische Kondome aus Schafsdärmen hergestellt wurden, bestehen ihre modernen Nachfolger aus Latex, der Milch des Kautschukbaums. Im Tauchverfahren werden sie auf Porzellan- oder Glasformen hergestellt. Durch Zugabe von Schwefel und verschiedenen anderen Zusätzen werden die fadenförmigen Kautschukmoleküle unter Hitze zu elastischem Gummi vernetzt. Dieser Vorgang heißt Vulkanisation. Die Wandstärke eines Kondoms beträgt 0,04 bis 0,08 Millimeter. Seit 1995 gibt es für Kondome eine europäische Norm: EN 600.
Wie das Kondom für Männer bietet auch das so genannte Frauenkondom,, das seit 1992 in Europa auf der Markt ist, zum einen Verhütung vor ungewollten Schwangerschaften, zum anderen aber auch einen Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten.

Was sind Genitalwarzen (Condylomata accuminata)? Genitalwarzen sind die am häufigsten durch Viren verursachte Geschlechtskrankheit weltweit. Erreger der Erkrankung ist das Human Papilloma Virus (HPV), von dem mehr als 80 bekannte Vertreter existieren. Typischerweise rufen die Warzen nur geringe bis keine Symptome hervor und können leicht übersehen werden, in manchen Fällen breiten sie sich aber aus und können sich zu bösartigen Tumoren entwickeln.

Da es sich bei den Genitalwarzen um eine sexuell übertragbare Erkrankung handelt, besteht eine wirksame Vorbeugung in der Verwendung von Kondomen beim Geschlechtsverkehr.

Zur Behandlung werden die Warzen mit Zytostatika oder Trichloressigsäure bestrichen. Außerdem können die Hautveränderung mittels Kryo-, Elektro- und Lasertherapie behandelt werden. Nur in wenigen Fällen ist es nötig, die Warzen chirurgisch abzutragen. Die Prognose ist im Allgemeinen sehr gut. Die häufigste Komplikation ist die Veränderung zu einem Karzinom.
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Wissenswertes über Gonorrhoe (Tripper)? Die Gonorrhoe ist die weltweit häufigste Geschlechtskrankheit, also eine sexuell übertragbare Erkrankung, im englischen "sexually transmitted disease" (STD). Sie wird durch das Bakterium Neisseria gonorrhoeae hervorgerufen. Eine wirksame Vorbeugung der Erkrankung besteht in der Verwendung von Kondomen.
Die Gonorrhoe verursacht hauptsächlich Beschwerden an den Geschlechtsorganen, aber durch die Vielfalt an Sexualpraktiken treten auch Infektionen im Analbereich und im Mund-Rachenbereich auf.

Hinsichtlich der Symptome der Gonorrhoe muss zwischen den beiden Geschlechtern unterschieden werden. Eine Unterteilung in akute sowie chronische Infektionen ist ebenfalls möglich, chronische Infektionen treten jedoch bevorzugt bei Frauen auf. Bei beiden Geschlechtern gleich sind Infektionen im Mund-Rachenbereich, sowie, wenn auch häufiger bei Männern, im Analbereich. Die Symptome an diesen Infektionsorten sind oft sehr unspezifisch und wenig auffallend, meist besteht nur eine leichte Entzündung und Rötung, so dass sie oft erst sehr spät erkannt werden. Daher ist die Gefahr einer Weiterverbreitung hier relativ hoch.

Gonorrhoe des Mannes

Bereits ein bis drei Tage nach der Ansteckung kommt es zu einer Rötung und Schwellung der Harnröhrenmündung mit Brennen beim Wasserlassen sowie einem anfangs wässrigen, später schleimig-eitrigen Ausfluss. Unbehandelt kann sich die Infektion weiter ausbreiten. Nach zwei bis drei Wochen treten dumpfe Schmerzen am Damm sowie in der Blasengegend als Zeichen dafür auf, dass die Prostata beteiligt ist. Greift die Entzündung auf den Nebenhoden über, kommt es zu einer Rötung, Schwellung sowie Druckschmerzhaftigkeit des Nebenhodens bzw. Hodens kombiniert mit einem allgemeinen Krankheitsgefühl mit Fieber.

Die Diagnose wird durch den Nachweis des Erregers gestellt. Die Therapie besteht in der Gabe von Antibiotika. Im Gegensatz zu einigen anderen Infektionskrankheiten, die eine lebenslange Immunität hinterlassen, kann man mehrmals an einer Gonorrhoe erkranken.

Da es sich bei der Gonorrhoe um eine sexuell übertragbare Erkrankung handelt, besteht eine wirksame Vorbeugung in der Verwendung von Kondomen beim Geschlechtsverkehr.


Wissenswertes über Syphilis (Lues) Die Syphilis (Lues) ist eine weltweit verbreitete, chronisch verlaufende Geschlechtskrankheit, die seit der Entdeckung des Penicillins aber erheblich an Bedrohlichkeit verloren hat. Krankheitsauslöser ist das Bakterium Treponema pallidum, das in der Regel durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen wird. Daneben kann es auch in der Schwangerschaft zur Infektion des Fötus kommen, die zur angeborenen Syphilis führt.

Die Erkrankung verläuft in vier Stadien. Etwa drei Wochen nach der Infektion entsteht an der Eintrittstelle der Treponemen ein schmerzloses, hartes Geschwür, das als harter Schanker oder Ulcus durum bezeichnet wird und oft unbemerkt bleibt (primäre Syphilis).
Es folgt die sekundäre Syphilis, in der verschiedenste Haut- und Schleimhautveränderungen auftreten. Primäre und sekundäre Syphilis heilen auch ohne Behandlung ab. Nach einem jahrelangen beschwerdefreien Intervall (latente Syphilis) kommt es zur Spätsyphilis mit schweren neurologischen Symptomen, Herz- und Knochenveränderungen sowie einem Befall innerer Organe.
Syphilis wird durch direkten mikroskopischen Erregernachweis oder durch Bluttests mit Antikörperbestimmung diagnostiziert. Die Erkrankung wird mit dem Antibiotikum Penicillin behandelt.
Da eine Impfung gegen den Syphiliserreger nicht zur Verfügung steht, ist diese einzige Möglichkeit, einer Erkrankung vorzubeugen, die Reduzierung von sexuellem Risikoverhalten und die Verwendung von Kondomen beim Geschlechtsverkehr.

Wissenwertes über Herpes simplex Typ 1 Bei den Herpes-simplex-Viren werden die genetisch nahe verwandten HSV-1 und HSV-2 (andere Bezeichnung: Humanes Herpesvirus HHV-1 und HHV-2) unterschieden. Die Durchseuchung der Bevölkerung mit HSV-1 liegt bei über 90%. Dabei verläuft die Erstinfektion, die als Tröpfchen- oder Schmierinfektion erfolgt, häufig unbemerkt. Einzelne Viren überleben in den Nervenzellen nahe der Eintrittspforte und können sich später unter bestimmten Bedingungen (Abwehrschwäche, hormonelle Ursachen, Sonnenlicht) vermehren und die Erkrankung reaktivieren.
Typisch für HSV-1 sind Erkrankungen über der Gürtellinie, wobei Fieberbläschen das klassische Symptom darstellen. Vor allem bei Kindern, bei Neurodermitis oder bei Abwehrschwäche kann es zu schweren oder gar lebensbedrohlichen Verläufen kommen.

Die Behandlung richtet sich nach der Schwere der Erkrankung. Aciclovir ist ein direkt auf die Herpesviren wirkendes Mittel, das in Salben- und Tablettenform sowie als Infusionslösung erhältlich ist. Als lokale Maßnahme eignet sich auch eine Zink-Schüttelmixtur. Eine komplette Viruselimination ist jedoch nicht möglich.

Wissenwertes über Herpes simplex Typ 2 Bei der Herpes simplex Typ 2-Infektion handelt es sich um eine Geschlechtskrankheit. Die Herpes simplex-Viren sind Erreger eines breiten Spektrums von Erkrankungen, die von lokalisierten Haut- oder Schleimhautverletzungen bis zur schweren, über den ganzen Körper verteilten Infektionen reichen können.
Die Behandlung richtet sich nach der Schwere der Erkrankung. Aciclovir ist ein direkt auf die Herpesviren wirkendes Mittel, das in Salben- und Tablettenform sowie als Infusionslösung erhältlich ist. Als lokale Maßnahme eignet sich auch eine Zink-Schüttelmixtur. Eine komplette Viruselimination ist jedoch nicht möglich.

Da es sich bei der Herpes simplex Typ 2-Infektion um eine sexuell übertragbare Erkrankung handelt, besteht eine wirksame Vorbeugung in der Verwendung von Kondomen beim Geschlechtsverkehr.

Was ist die Trichomoniasis? Die Trichomoniasis gehört zu den sexuell übertragbaren Erkrankungen (STD) und wird durch den Parasiten Trichomonas vaginalis verursacht. Die Erkrankung kommt weltweit vor. Durch den Erreger wird eine Entzündung der Schleimhäute der Geschlechtsorgane sowie der Harnwege hervorgerufen. Häufig besteht eine symptomlose Infektion.

Der Erreger wird überwiegend durch den Schleimhautkontakt beim Geschlechtsverkehr übertragen. Schmierinfektionen, z.B. durch das gemeinsame Benutzen von Handtüchern, auf der Toilette oder beim Saunabesuch, sind ebenfalls möglich, allerdings viel seltener. Eine Infektion durch analen Verkehr ist nahezu unmöglich, da sich die Erreger im Darm nicht vermehren können.

Wenn Beschwerden auftreten, stehen Juckreiz, Ausfluss sowie Schmerzen im Vordergrund. Die Diagnose wird durch eine mikroskopische Untersuchung oder durch die kulturelle Anzucht der Erreger gestellt. Die Therapie erfolgt durch die Gabe von Antibiotika. Die Therapie ist nur erfolgreich, wenn der Partner mitbehandelt wird. Die Prognose der Erkrankung ist sehr gut.

Da die Erreger beim Geschlechtsverkehr übertragen werden, kann die Ansteckung durch die Verwendung von Kondomen verhindert werden. Auf öffentlichen Toiletten und in Saunen genügt in der Regel die Einhaltung der üblichen Hygienemaßnahmen.

Was ist eine Hydrozele? Unter einer Hydrozele versteht man eine Flüssigkeitsansammlung um den Hoden herum innerhalb der inneren Hodenhüllen. Eine Hydrozele bildet sich entweder primär während der embryonalen Entwicklungsphase oder sekundär aufgrund von anderen urologischen Ursachen wie durch Entzündungen, Tumoren oder Verletzungen.
Eine Hydrozele ist vor allem im Frühstadium oft asymptomatisch, d.h. ohne Beschwerden. Mit zunehmender Größe der Hydrozele können Schmerzen, Druck- oder Schweregefühl oder eine störende Kosmetik entstehen, so dass der Betroffene eine Behandlung wünscht. Schon beim Abtasten des Hodens kann oft die Diagnose einer Hydrozele vermutet werden. In der Ultraschalluntersuchung lässt sich diese Verdachtsdiagnose erhärten. Eine weiterführende Bildgebung, z.B. mittels Magnetresonanztomographie ist nur in seltenen Fällen notwendig. Die Behandlung der Hydrozele erfolgt mittels operativer Freilegung und Entfernung der Flüssigkeitsansammlung. Bei sekundärer Hydrozele sollten vorher die dafür verantwortliche Erkrankungen behandelt werden.

Was ist ein Hodenhochstand? Sind ein oder beide Hoden nach der Geburt nicht im Hodensack tastbar, so wird dies als Hodenhochstand bezeichnet. Es handelt sich dabei um eine Entwicklungsstörung, besonders häufig ist der Hodenhochstand daher bei Frühgeborenen. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Hodenhochstand spontan verschwindet, ist im ersten Lebensjahr recht hoch. Eine Therapie sollte daher, falls notwendig, spätestens im zweiten Lebensjahr erfolgen, um Spätfolgen wie Unfruchtbarkeit oder Hodenkrebs zu verhindern. Möglich ist der Versuch einer Hormontherapie. Bei ausbleibendem Erfolg ist eine Operation meist notwendig. Weitere Information finden Sie unter Krankheitsbilder oder einen fachlichen Artikel unter Wissenschaft/Studien.

Was ist eine Hodentorsion? Die Drehung des Samenstrangs und des Hodens verursacht eine Hodentorsion. Die Folge ist eine akute und bedrohliche Durchblutungsstörung des Hodens, die eine sofortige Behandlung, in der Regel eine Operation, erforderlich macht.

Was ist ein gutartiger/bösartiger Tumor? Bei einem gutartigen Tumor streuen die Zellen nicht in andere Bereiche des Körpers und sind daher nicht krebsartig. Wenn sie ihr Wachstum an der ursprünglichen Stelle unkontrolliert fortsetzen, so kann dies durch Druck auf benachbarte Organe jedoch trotzdem zu Problemen führen.

Ein bösartiger Tumor besteht aus Krebszellen, die in der Lage sind, in Bereiche des Körpers zu streuen, die von der ursprünglichen Stelle entfernt sind. Wenn solch ein Tumor unbehandelt bleibt, so kann er benachbartes Gewebe angreifen und zerstören. Manchmal lösen sich Zellen von der ursprünglichen Stelle des Auftretens (dem Primärtumor) und streuen in andere Körperorgane entlang des Blutkreislaufs oder des lymphatischen Systems.

Wie wird Hodenkrebs diagnotiziert? Die Diagnose Hodenkrebs wird in aller Regel erst durch eine Mehrzahl von Untersuchungen eindeutig gestellt werden können:

Normalerweise beginnt ein Arzt mit einer körperlichen Untersuchung, bei der insbesondere beide Hoden und der Hodensack genauer untersucht werden.

Es mag sich eine Ultraschalluntersuchung des Hodensacks anschließen, um zwischen Krebs und Knötchen bzw. (Kalk-) Ablagerungen aufgrund anderer Ursachen zu unterscheiden.
Eine Ultraschalluntersuchung ist eine Methode, die hochfrequente Schallwellen nutzt, um Bilder von Gewebe oder anderer Strukturen zu erhalten. Diese Untersuchung ist weder schmerzhaft noch gefährlich oder mit Nebenwirkungen verbunden.

Blutkontrollen sind ein weiteres probates Mittel der Diagnose, obwohl es wahrscheinlicher ist, dass das Blut eines Patienten nach der Diagnosestellung regelmäßig kontrolliert wird, um den Verlauf der Erkrankung zu beurteilen.
Viele Hodenkrebstypen produzieren bestimmte Stoffe, die in den Blutkreislauf gelangen. Zwei wichtigste Stoffe, die auch Tumormarker genannt werden, sind Alpha-Fetoprotein (AFP) und Beta-Human-Chorionic-Gonadotrophin (beta-HCG oder BHCG).

Bei hinreichendem Verdacht wird die endgültige Diagnose sehr wahrscheinlich erst durch einen chriurgischen Eingriff gestellt werden können, bei der der befallene Hoden kurzzeitig aus dem Hodensack freigelegt wird. Dies erfolgt nicht durch Schnitt in den Hodensack, sondern durch einen Schnitt in der Leiste; durch die entstandene Öffnung wird der entsprechende Hoden am Samenstrang aus dem Hodensack herausgezogen und wieder zurückgeführt.

Was sollte man über Nierenkrebs wissen? Bösartige Tumoren der Niere gehören in Deutschland zu den eher seltenen Erkrankungen. Sie machen im Erwachsenenalter etwa 3% aller Krebserkrankungen aus, wobei die häufigste Form das sog. Nierenzellkarzinom ist.
Die genauen Ursachen für Nierenkrebs sind derzeit noch nicht geklärt. Bekannt sind allerdings Risikofaktoren, die maßgeblich zur Entstehung beitragen. Dazu zählen u.a. Rauchen, Übergewicht und die übermäßige Einnahme phenazetinhaltiger Schmerzmedikamente. In vielen Fällen wird Nierenkrebs zufällig bei einer Ultraschalluntersuchung des Bauches entdeckt, da Symptome erst in einem späteren Stadium der Erkrankung auftreten. Sie sind vielfältig und selten direkt einer Erkrankung der Niere zuzuordnen. Ein wichtiges Symptom, das unmittelbar von der Niere ausgeht, ist Blut im Urin.
Für die Erkennung von Nierenkrebs sind bildgebende Verfahren wie Ultraschall, Computer- und Magnetresonanztomographie von Bedeutung. Die Therapie besteht in der operativen Entfernung des Tumors, wobei die betroffene Niere meist vollständig entfernt wird. Hat der Tumor bereits in andere Organe gestreut, kann der Patient zusätzlich mit Immuntherapie oder Bestrahlung behandelt werden. Entscheidend für die Heilungsaussichten ist das rechtzeitige Erkennen des Krebses.

Was ist eine Chemotherapie? Grundsätzlich versteht man unter "Chemotherapie die medikamentöse Behandlung mit verschiedenen chemischen Substanzen, die Infektionserreger wie Bakterien oder Pilze und Tumorzellen zu schädigen vermögen. Entscheidend ist, daß die verwendete Medikamente ihre schädigende Wirkung gezielt auf bestimmte krankheitsverursachende Zellen bzw. Mikroorganismen ausüben und diese abtöten oder in ihrem Wachstum hemmen, während normale Körperzellen weniger oder idealerweise gar nicht von dieser Wirkung betroffen werden. In der Behandlung von Infektionskrankheiten heißen diese Substanzen z.B. Antibiotika, in der Krebstherapie Zytostatika.

Was ist eine Strahlentherapie? Die Strahlentherapie ist eine der wichtigsten Therapiemethoden bösartiger Erkrankungen. Zum Einsatz kommen entweder ausschließlich oder in Kombination mit anderen Methoden energiereiche Formen der elektromagnetischen Strahlung und auch Teilchenstrahlen. Im Gegensatz zur Chemotherapie, bei der das Medikament im ganzen Körper verteilt wird, sind die meisten Formen der Strahlentherapie örtlich begrenzt wirksam. Das bedeutet, dass eine therapeutische Wirkung nur in dem durchstrahlten Körperbereich auftritt. Eine Ausnahme bilden radioaktive Medikamente (Radiopharmaka).

Was ist das lymphatisches System? Das lymphatische System besteht aus einer Reihe von Lymphdrüsen, die durch feinste Lymphgefäße miteinander verbunden sind. Es transportiert Lymphe, eine klare Flüssigkeit, die an vielen Stellen im Körpergewebe produziert wird. Lymphe beinhaltet unter anderem weiße Körperzellen, die sogenannten Lymphozyten, die im Rahmen der körpereigenen Abwehr gegen Infektionen und Krebs agieren. Wenn das Lymphsystem nicht in der Lage ist, Krebszellen zurückzuhalten, so können sie auf diesem Wege durch den Körper wandern und weit entfernte Bereiche erreichen. Sie können sich weiter teilen und einen neuen Tumor bilden, der oft Sekundärtumor oder Metastase genannt wird

Was versteht man unter Harninkontinenz (unwillkürlicher Harnverlußt)? Ungewollter Abgang von Urin, allgemein auch als "Blasenschwäche" bekannt, ist vor allem unter Frauen ein häufig auftretendes Problem. Schätzungsweise 10-20% aller Frauen leiden unter mehr oder weniger regelmäßig auftretender Inkontinenz, wobei keineswegs nur ältere, sondern auch viele junge Frauen (z.B. nach Schwangerschaften) betroffen sind. Wenig bekannt ist, dass Harninkontinenz nicht selten auch bei Männern im fortgeschrittenen Lebensalter auftritt. Der Leidensdruck ist für die Betroffenen im Allgemeinen sehr hoch. Meist legen sie sich im Umgang mit dem Problem verschiedene Strategien zu. So wird vor jedem Kinofilm schnell noch einmal die Toilette aufgesucht oder beim Betreten eines Kaufhauses als erstes erkundet, wo sich das WC befindet. Aus Angst davor, es nicht rechtzeitig auf die Toilette zu schaffen, gewöhnen sich die Betroffenen mitunter Verhaltensweisen an, die im Laufe der Zeit zum Verlust der vollständigen Kontrolle über die Blasenentleerung führen können. In solchen Fällen steigt die psychische und soziale Belastung immens an, vor allem auch, weil es den Betroffenen aus Scham sehr schwer fällt, mit anderen über das Problem zu reden. Viele glauben, sie müssten sich mit ihrem Leiden abfinden, da es keine Möglichkeiten gäbe, etwas dagegen zu tun.
Harninkontinenz ist kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern meist ein Symptom für eine zu Grunde liegende Erkrankung der Harnblase oder der Harnröhre. Die Ursachen sind vielfältig und können von einem Urologen abgeklärt werden.

Was sollte man über Nierensteine wissen? Die Nephrolithiasis (=Nierensteinleiden) ist eine häufige Erkrankung des Erwachsenenalters. Männer sind davon etwa doppelt so häufig betroffen wie Frauen. Die Steine entstehen durch das Auskristallisieren von Substanzen, die normalerweise im Harn gelöst sind. Die Ursachen für die Entstehung von Nierensteinen sind sehr komplex und bis heute noch nicht restlos aufgeklärt. In jedem Fall spielen Ernährung und Trinkmenge eine große Rolle, aber auch Harnwegsinfektionen und verschiedene Stoffwechselerkrankungen.
Das Beschwerdebild der Nephrolithiasis ist abhängig von der Lage und der Beweglichkeit der Steine. Häufig bleibt sie unentdeckt oder ist ein Zufallsbefund. Sie kann jedoch auch zum Auftreten einer Nierenkolik führen, die durch starke Schmerzen im Rücken-, Flanken- oder Unterbauchbereich gekennzeichnet ist. Die Diagnose wird in erster Linie durch Ultraschall- und Röntgenuntersuchung der ableitenden Harnwege gestellt. Wichtigste Maßnahmen bei der Behandlung einer akuten Nierenkolik sind die adäquate Schmerztherapie und das Beseitigen einer möglichen Harnstauung. In den meisten Fällen geht ein Nierenstein von allein über die Ausscheidung mit dem Harn ab. Bleibt ein solcher Spontanabgang aus, können die Steine durch Zertrümmerung von außen oder über einen kleinen Hautschnitt (Stoßwellentherapie), mit einer Schlinge während einer Blasenspiegelung oder in seltenen Fällen auch operativ entfernt werden. Darüber hinaus muss die Ursache, die zur Bildung der Nierensteine geführt hat, behandelt werden. Die wichtigste Maßnahme zur allgemeinen Vorbeugung von Nierensteinleiden ist eine ausreichende Trinkmenge.

Als Download finden Sie eine Zusammenstellung über besonderes gute Getränke und Nahrungsmittel.

Was ist Psychosomatische Medizin? Die Psychosomatische Medizin befasst sich mit dem Einfluss von körperlichen, seelischen und sozialen Faktoren bei der Entstehung und dem Verlauf von Krankheiten.Im Mittelpunkt der Betrachtung steht der Mensch mit seinen Beschwerden und nicht allein das Krankheitsbild.

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